„Hilfe ist vielleicht nicht sexy, doch jeder braucht sie, früher oder später“

Wir wissen, Hilfe zu leisten, ist oberflächlich gesehen nicht sexy, nicht erfolgsorientiert, lässt uns nicht in den Wettbewerb mit anderen treten, wir können uns nicht aneinander messen, wie es uns doch beigebracht wurde, „der Bessere gewinnt“, sie ist Mission, oft aus eigenen Erfahrungen heraus und manchmal schlicht die Deckelung schlechten Gewissens. Doch eines ist sie immer! Hilfe trennt nicht, Hilfe vereint, gleichgültig welche Gründe du für sie persönlich hast.

Hilfe ist leise, oft unbemerkt und unprätentiös. Doch darf sie durchaus laut sein. Denn wir ALLE!!! benötigen sie im Laufe unseres Lebens, früher oder später!!! Wenn wir Glück haben und wir rufen danach, hört uns vielleicht jemand, Gott, der Partner, die Familie, ein Freund. Manchmal trauen wir uns nicht zu rufen, weil wir befürchten, es wird uns als Schwäche ausgelegt und Traumatas und ihre Folgen mit Süchten, (Co)Abhängigkeiten und verschiedenen psychischen Begleiterscheinungen, wie z.B. Depressionen, Panikattacken u.v.a.m. werden weiter genährt. Arbeitsunfähigkeit, fehlende finanzielle Mittel, Verschuldung und soziale Isolation sind einige der gravierenden Folgen.

Wir dürfen lernen Hilfe anzunehmen, wie sie auch zu geben, damit wir vor allem denen Schutz bieten können, welche die Hilfe am nötigsten brauchen. Unsere Kinder!!! Wir dürfen ihnen beibringen, dass es wichtig ist, nach Hilfe zu rufen, damit ihnen geholfen werden kann, in welcher Situation auch immer sie sich gerade befinden. Das Hilfe nie zu klein oder groß sein kann, dass Sie DAS RECHT!!! auf Hilfe haben.

Pünktlich zum Projektbeginn im Oktober diesen Jahres von „Licht am Horizont, Hilfe für und mit Eltern suchtgefährdeter Kinder und Jugendlicher“ durften wir einem Jugendlichen oder vielmehr jungen Erwachsenen Hilfe leisten. Hilfestellung ist natürlich nur dann möglich, wenn sie gesucht wird und unsere Begleitung dauert so lange an, wie die/der Betroffene selbst bereit ist, an seiner Situation etwas verändern zu wollen. 

Wir möchten kurz von unserem ersten „Fall“ erzählen, nicht um Beifall zu erhaschen, vielmehr um zu zeigen, wie Zusammenarbeit funktionieren kann. Wie wichtig es ist, unserer Vernetzung untereinander sinnerfüllte Zwecke einzuhauchen. Wie sich unsere Arbeit gestaltet, was unser Anliegen, unsere Mission, in dieser Welt ist. Und vor allem, wie geholfen werden kann.

Am 15. Oktober rief ein junger Mann, 20 Jahre jung, bei uns an, welcher seit ein paar Tagen ohne Zuhause war. Er wusste sich nicht zu helfen und sein innigster Wunsch war, ein Dach über dem Kopf und was zu essen. 

Natürlich liegt hier der Gedanke nah, warum er nicht bei seinen Eltern unterkommen konnte. Oft sind es jedoch Ausnahmesituationen, welche zu Konflikten zwischen Eltern und deren Kindern führen, die eben auch von häuslicher Gewalt geprägt sein können. Konflikte, die auf einem Nährboden unterschiedlicher Einflüsse beruhen. wie das soziale Umfeld, Familie, Freunde, Gesellschaft, Religion & viele andere mehr. Diese Konflikte erschweren vor allem in der Zeit der Pubertät die Kommunikation zwischen Eltern und ihren Kindern. Jeder für sich fühlt sich allein gelassen und hilflos ausgeliefert, in einem, nicht selten zerstörenden Prozess jüngster Verbundenheit.

Noch am gleichen Tag seines Anrufs war es möglich, durch die Nennung der zuständigen Gemeinde eines ortsansässigen gemeinnützigen Vereins, eine schnelle finanzielle Hilfe für den jungen Mann bereitzustellen. Welcher nun in einem preiswerten Montagezimmer untergebracht ist und ein kleines tägliches Taschengeld, für seine Grundbedürfnisse, erhält. Durch die Vermittlung der Hausarztpraxis an einen Psychologen wird ihm wohl bald die Betreuung in einer therapeutischen Wohngruppe ermöglicht. Parallel dazu hat er ein Tätigkeitsangebot erhalten. Er selbst möchte auf den Einsatz jeglicher Medikamente verzichten, welches die Ideologie unseres Vereins bestens widerspiegelt.

Unser Ziel ist es, jeden dort abholen zu können, wo sie/er gerade steht, Möglichkeiten aufzuzeigen, zu unterstützen, zu begleiten, um sich nicht fallengelassen, sondern wertgeschätzt und geliebt zu fühlen. Dies schnell und unbürokratisch. Weil irgendwann jeder von uns Hilfe bedarf. Und weil es viele da draußen gibt, die unser aller Hilfe bedürfen.

Mehr Infos zum Projekt findest du hier; 

https://www.herzprojektmensch.de/licht-am-horizont-hilfe-fuer-und-mit-eltern-suchtgefaehrdeter-kinder-und-jugendlicher

 
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