„Was ist deine Geschichte?“

Wir alle beginnen bereits vor und mit unserer Geburt eine Geschichte, die wir nicht selbst schreiben, sondern die erstmal für uns geschrieben wird und in welcher wir eine uns zugewiesene Rolle einnehmen. Im Laufe des Lebens hauchen wir dieser Rolle mehr und mehr unser Eigenleben ein oder legen sie früher oder später ab. Bis dahin haben wir mehrere Identitäten angenommen, in denen wir uns beschützt, geliebt oder auch geflüchtet haben, um unseren Schmerz zu betäuben. Meine eigene Geschichte handelt von emotionalen und körperlichen Missbrauch durch ein narzisstisch geprägtes Elternhaus, welches sowohl offensichtlich von dem einen, wie subtil und versteckt von dem anderen Elternteil gelebt wurde. Jeder, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, weiß wie lang und steinig der Weg zu der Erkenntnis ist, sein „sich nicht fühlen können“, endlich einzuordnen. „Unser nicht fühlen können“ entspringt emotionaler Erpressung durch Liebesentzug, Herabstufung, ein „gegeneinander Ausspielen“ und vielen Konditionierungen, welche es unserem „Manipulator“ ermöglicht, seine Wertigkeit durch uns anzuheben, während unsere verkümmert. Wir verlernen im Laufe der Zeit unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und hören auf zu fühlen. Aus diesem Grund suchen wir uns auch immer wieder Partner, „auf die wir sozusagen geprägt“ sind und die unserem anerzogenen Muster entsprechen. Nach außen hin sind wir scheinbar heil, so wie es der Fassade unseres Elternhauses bereits entsprach. Die Wahrheit ist jedoch, das wir schnell erschöpft und ausgepowert sind, was unserer erworbenen Unfähigkeit, uns abgrenzen zu können, zuzuschreiben ist. Wir saugen die Empfindungen anderer wie ein Schwamm auf und entwickeln meist ein Helfersyndrom, welches wir auf verschiedenen Ebenen ausleben. Viele von uns, mit ähnlichen Erfahrungen, versinken im Sumpf des „Nichtweiterkommens“, da unser Muster bestehen bleibt und lediglich in eine „Mutter Theresa Variante“ gesteckt wurde. Erst dann, wenn wir uns endlich selbst in den Arm genommen haben, unsere blutenden Wunden geleckt, das kleine Kind in uns ausreichend getröstet, ihm alle Liebe geschenkt, die wir ihm jetzt geben können, es hofiert, beschrieben, gemalt, in Gedichte und Musik gekleidet haben, erst dann beginnt unsere Selbstwahrnehmung, unser Fühlen. Dabei darf unser inneres Kind schreien, toben, wüten, all das, was es so lange zurückgehalten hat. Wenn du dir dann vergeben hast, weil du solange damit gewartet hast, alles los zu lassen, was dieses Kind am Wachsen hinderte, darfst du auch den anderen vergeben, denjenigen welchen, die die Geschichte für dich schrieben. Denjenigen welche ihren eigenen Schmerz durch dich zu betäuben suchten. Und dann bist du frei. Für deine eigene wahre Geschichte.

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